27. Februar 2019 ist der Welttag der Eisbären

Mit dem Tag des Eisbären wird am 27. Februar 2019 das größte an Land lebende Raubtier der Welt gefeiert. Initiiert wurde der Aktionstag durch US-amerikanische Zoos im Jahr 2004. Es ist in einigen Zoos Brauch, dass es für die Eisbären an diesem Tag eine Extraportion Fisch gibt.

Dieser Tag soll an das Schicksal der letzten frei lebenden Eisbären erinnern. Schreitet der Klimawandel ungebremst voran, werden die Populationen des größten Landraubtiers der Welt Schätzungen der Weltnaturschutzorganisation IUCN zufolge in den nächsten 40 Jahren um 30 Prozent schrumpfen. Manche Wissenschaftler gehen sogar davon aus, dass Eisbären schon bis 2030 in freier Wildbahn ausgestorben sein werden.

Die Arktis ist von den Folgen des Klimawandels betroffen wie keine andere Weltgegend. Eisbären leben und jagen fast ausschließlich auf dem Packeis des Nordpolarmeeres.

In den letzten 100 Jahren ist die Durchschnittstemperatur der Arktis um fünf Grad angestiegen. Seit 1985 sind schon rund sechs Prozent des Packeises weggeschmolzen.

Bedingt durch das abschmelzende Packeis müssen die Eisbärenmütter mit ihrem Nachwuchs immer längere Strecken schwimmen um festes Eis zu finden. Die kleinen Bären haben noch keine kälte schützende Fettschicht anfressen können. Beim Durchqueren des kalten Wassers verlieren sie viel Energie und sterben an Erschöpfung und Unterkühlung.

Es überlebt nur etwa jeder zweite junge Eisbär die Folgen des Klimawandels.

Stichwort Eisbär:

  • Größe: im Durchschnitt eine Kopf-Rumpf-Länge von 2,40 bis 2,60 selten bis 3,40 Meter
  • Gewicht: variiert zwischen 300 und 800 Kilogramm
  • Alter: bis zu 25 Jahren
  • Vorkommen: ausschließlich in den Polarregionen um den Nordpol
  • Verhalten: Einzelgänger, aber nur wenig aggressiv gegen Artgenossen
  • Bestand aktuell: ca. 25.000 Tiere